Das war ein anstrengendes Wochenende! So anstrengend, dass ich heute erst mal wieder einen kleinen Rückfall ins Kranksein hatte und den ganzen Tag im Bett bleiben musste.
Freitag und Samstag war ich bei Popaganda Festival, das auf einem Schwimmbadgelände in Södermalm stattfand. Es war schön aber ich muss sagen: richtiges Festivalfeeling kam irgendwie nicht auf. Könnte daran liegen, dass man überhaupt kein eigenes Essen geschweige denn Getränke mit auf das Gelände nehmen durfte, Bier mal wieder 5 Euro kostete und dieses außerdem nur in einer bestimmten, mit Zäunen abgetrennten Region des Geländes getrunken werden durfte. Wenn man in den Alkoholiker Bereich reinwollte, wurde natürlich erst mal der Ausweis gecheckt. Meiner kam dem schwedischen Sicherheitstypen anscheinend nicht ganz echt vor, er hat ihn ungefähr fünf Minuten misstrauisch beäugt und mich dann sichtlich widerstrebend durchgelassen.
Freitag Nachmittag hab ich mir mit Inga als erstes El perro del mar angeschaut, was sehr sehr schön war!
Inga
Die Fotos von den Musikern sind diesmal wie ihr seht nicht von mir, meine Kamera ist einfach überfordert mit großen Entfernungen und Scheinwerfern!
Nach diesem Einstieg mussten wir uns erstmal aufwärmen und sind Cafe trinken gegangen - außerhalb des Festivalgeländes.
Abends spielte dann Lykke Li, die wieder mal großartig war. So gut wie das letzte Mal im roten Salon zwar nicht, das liegt aber wahrscheinlich daran, dass diesmal alles viel professioneller war. Ich hab mich gleich wieder in die wallenden Fransengewänder verliebt, mit denen sie auf der Bühne so schöne dramatische Posen kreiert! Das hatte wirklich was von einer Schamanin oder Hohepriesterin, und die ganzen schwedischen kleinen Mädchen sind vor lauter Ehrfurcht und Aufregung ziemlich hysterisch geworden.
Schon den ganzen Tag hatten dunkle Wolken unheilschwanger mit Regen gedroht, anfangen musste es natürlich genau während dem Lykke Li Konzert.
Pünktlich zum Ende des Konzerts war auch der Regen wieder vorbei, wir sahen und Steve Aoki nur aus der Ferne zu und dann warteten alle auf MGMT.
Und wieder das gleiche Spiel wie bei Lykke Li: Die Band betritt die Bühne, der Regen fängt an zu prasseln. Diesmal hat es richtig geschüttet, selbst Kathis Jeansjacke konnte mich nicht lange trockenhalten. Das Konzert selber fand ich auch nicht so toll. Man mag es nicht glauben, aber irgendwie kamen unser aller Lieblingssommerhymnen live nicht so gut rüber.
Nach dem Konzert waren wir alle vollkommen durchnässt und beschlossen, Tanzen und Telepathe im Debaser ausfallen zu lassen um unsere Gesundheit nicht komplett zu ruinieren.
Samstag war Inga trotzdem erkältet und ich traf mich erstmal mit Linnéa. Suburbian kids with biblical names sind bisher meine einzige neuentdeckte schwedische Band und gefallen garantiert allen von euch, die auch Jens Lekman mögen.
Danach haben wir uns noch Anna Ternheim angeschaut, die auch live eine beeindruckend schöne, starke Stimme und eine wahnsinnige Ausstrahlung hat.
Linnéa und ich hatten uns total auf Camera Obscura gefreut, die auf der kleinen Bühne aber gewaltige Soundprobleme hatten. Die Stimme der Sängerin hat man fast nicht gehört, was die Band dann auch sichtlich geärgert hat.
Diesmal haben wir die letzten Bands einfach ausfallen lassen und sind stattdessen kurz nach Hause und dann in den Debaser. Weil wir vor den ganzen Festivalbesuchern da waren, war die Schlange noch nicht ganz so lang. Obwohl im Club Liveline spielten, die auch im Programm des Festivals standen, mussten wir nochmal Eintritt zahlen, 80 Kronen (8 Euro), ohne unser Festivalband wären es 100 gewesen. Diese Stadt ist soooo teuer. Es war aber trotzdem ein sehr schönes Wochenende. Morgen muss ich wieder in die Uni und erfahre vielleicht die Ergebnisse von meinem Schwedisch Test!
Inga, ich und Linnéa
Gute Nacht!







